Zwangspause und Planänderungen
- leonieschmittinger

- 7. Okt. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Tags darauf, nachdem ich in Hemavan angekommen war, sollte es auf dem Lapplandsleden weiter in Richtung Süden gehen. Schon nach wenigen Kilometern spürte ich einen leichten Schmerz im linken Fuß. Ich machte zunächst Pause, verringerte das Tempo und verkürzte den Tag. Am Abend waren die Schmerzen stärker geworden und am nächsten Morgen leider auch nicht besser. Weder Kinesiotape noch Schmerzmittel halfen und so nahm ich den kürzesten Weg vom Wanderweg runter und lief an eine Straße. Von dort aus fuhr ich per Anhalter zurück nach Hemavan und hoffte, dass ein paar Tage Ruhe ausreichen würden, um weitergehen zu können.

Der erste Tag auf dem Lapplandsleden
Während ich die ersten paar Tage noch recht gelassen war, wurde ich mit jedem neuen Tag unsicherer, da der Schmerz nicht auch nur ein kleines bisschen besser wurde und alle Überlastungserscheinungen, die ich zuvor gehabt hatte, bei Ruhe deutlich besser wurden.
Nach einer knappen Woche organisierte ich einen Termin im nächstgelegenen Krankenhaus und wurde dort auch geröntgt. Eine Fraktur oder ähnliches war jedoch nicht sichtbar und die Ärztin ging ebenfalls von einer Überlastung aus und riet mir, weiter abzuwarten und den Fuß ruhig zu halten.
Das einzig Positive in der Situation war, dass ich einen gut sortierten Supermarkt und eine Küche hatte und somit immerhin den lieben langen Tag alles essen konnte, was ich wollte und das auch tat.

Frühstück
Nach fast zwei Wochen hielt ich es dann jedoch nicht mehr aus. Ich brauchte eine Alternative und nachhause fahren wollte ich wirklich nicht. Da der Winter aber demnächst Einzug halten würde, konnte ich auch nicht wochenlang ausharren, da die Wanderwege bald nicht mehr begehbar sein würden.
Also kam ich auf die Idee, ein Fahrrad zu organisieren und den Rest zu radeln. So nahm ich morgens den ersten Bus an die Küste nach Umeå, da ich in dem kleinen Ort kein gebrauchtes und günstiges Fahrrad auftreiben konnte. Dort angekommen, fand ich schnell einen Fahrradladen, der auch ein einziges gebrauchtes Rad hatte und das nahm ich nach einigen Überlegungen mit. Eine Fahrradtasche, Luftpumpe, Helm und Flickzeug dazu und ein paar Stunden später war ich bereit zum Aufbruch. Die restliche Ausrüstung hatte ich ja schon bei mir.
Noch am gleichen Nachmittag ging es los, jedoch nicht mehr weit und ich gönnte mir abends einen Campingplatz, da der Tag doch sehr lang und anstrengend gewesen war.

Mein neues Fortbewegungsmittel: Emilia



Happy you found a way to continue :) We saw each other in Hemavan. For me the end of the journey and returning the Netherlands. Cu Hans
Emilia ❤️