Toskana - Auf der Via Francigena
- leonieschmittinger

- 5. Apr. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 20. Apr. 2023
In der vergangenen Woche bin ich gleich zwei Mal in den Genuss der italienischen Gastfreundschaft gekommen und freue mich immer noch darüber, wenn ich daran denke.
Sobald ich das Schild mit der Aufschrift "Toscana" erreichte, bekam plötzlich die ganze Landschaft ein anderes Flair. Vielleicht fiel es mir zuvor auch einfach nicht so sehr auf und nun achtete ich mehr auf die auffallenden Zypressen und die markanten und typischen Häuser.
Mein erster Tag in der Toskana begann in einem kleinen Ort, in welchem eine natürliche Thermalquelle entspringt. Definitiv kein schlechter Start, morgens ein warmes Bad zu nehmen! Und da ich bereits früh morgens dort war, war ich auch fast allein.

Am Abend desselben Tages erreichte ich ein kleineres Dorf, in welchem ich eigentlich vorgehabt hatte zu Campen.
Doch mein eigentlicher Plan, mein Zelt bei einem Parkplatz aufzuschlagen, gefiel mir dann doch nicht mehr ganz so gut, als ich dann dort war. Ich fand online noch eine Unterkunft und ging zu der angegebenen Adresse. Dort war jedoch kein Schild und auch sonst sah es nicht nach einer Unterkunft aus. So lernte ich Caterina kennen, die am Gartenzaun saß und ich sie darauf ansprach. Da es keine Unterkunft gab, bot sie mir jedoch an, mein Zelt bei ihr im Garten aufzuschlagen.
Letztlich durfte ich sogar das Zimmer ihres Bruders bewohnen und genoss neben einer Dusche auch noch ein sehr leckeres Abendessen. Wir unterhielten uns den ganzen Abend und später kam auch ihre Mama Paola hinzu. Es war ein wunderschöner Abend und so eine wunderbare Begegnung.
Schon seit Rom wanderte ich auf der Via Francigena und traf immer wieder Pilgerer auf meinem Weg. Meine Route führte mich durch wunderschöne Landschaft weiter nach Siena und dort auf einen Campingplatz etwas außerhalb. Leider hatte der Hahn nebenan jedoch einen etwas anderen Tagesrhythmus und machte ab halb sechs morgens ziemlichen Lärm.

Für den Tag darauf hatte ich einen Campingplatz gefunden, aber abends vor dem Ankommen noch zufällig gesehen, dass dieser erst in zwei Tagen öffnen würde. Da die Unterkünfte in dem Ort zu teuer gewesen wären, lief ich noch ein Stück weiter und bog dann in den Wald ab, um ein Plätzchen für die Nacht zu finden. So einen richtig guten Platz fand ich jedoch nicht und kam schließlich oberhalb in einem kleineren Dorf wieder heraus. Dort sah ich einen Mann bei der Gartenarbeit und fragte, ob ich etwas unterhalb auf der Wiese mein Zelt aufstellen durfte. Mir wurde sofort der eigene Garten angeboten. Marco, Romina und Giulia luden mich aber auch zum Abendessen ein und ich freute mich riesig über das schöne Beisammensein und das gute Essen.
Am nächsten Tag kam ich in Florenz an und machte dort auch einen Tag Pause, die ich tatsächlich auch brauchte. Ich flanierte ganz entspannt durch die Stadt, sah mir die Viertel an und einen schönen Garten und genoss den Sonnenuntergang auf dem Piazzale Michelangelo.

Von Florenz aus ging es weiter über kleinere Orte durch die Weinberge in Richtung Küste.
Und nun habe ich das Meer wieder erreicht. Genieße den Ausblick mit den Bergen im Hintergund und bin auf dem Weg nach Genua.



So schön, dass du nach der Hundegeschichte so tolle Erlebnisse hattest!<3
So herzliche Menschen braucht die Welt ❤️