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Norddeutschland - Über die Ostseeküste nach Flensburg

  • Autorenbild: leonieschmittinger
    leonieschmittinger
  • 4. Aug. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Von Detmold aus benötigte ich nicht mehr allzu lange bis nach Hamburg, wobei ich dazwischen noch einen Stopp in Berlin einlegte, um meine Schwester ein paar Tage zu besuchen. Auch hatte ich noch nie so wirklich viel von den Sehenswürdigkeiten dieser Stadt gesehen und konnte nun ein wenig auf Erkundung gehen. Und dazu genoss ich die Backkünste meiner Schwester und die gemeinsame Zeit sehr.


Insgesamt brauchte ich neun Tage bis Hamburg, worunter sich auch mein neuer Rekord-Tag mit 69 km einreihte.


In der Nähe von Hannover kam ich am Steinhuder Meer vorbei und freute mich nach einigen Tagen starker Hitze auf eine erholsame Abkühlung. Da sich direkt am Meer ein Campingplatz befand, stand mein Tagesziel schon längst im Voraus fest.


Am Steinhuder Meer


Zwischendurch traf ich noch einen Wanderer, der vom Schwarzwald in den Norden unterwegs war und mich noch einen halben Tag bis zu einem Campingplatz begleitete. Da es gegen Nachmittag anfing zu regnen, kamen wir etwas durchnässt dort an, konnten uns aber dann glücklicherweise über eine warme Dusche freuen.


Schließlich kam ich, nach einer etwas abgewandelten Strecke, da ich durch den alten Elbtunnel gehen wollte, in Hamburg an.


Dort übernachtete ich bei einer ehemaligen Mitbewohnerin einer Freundin, die mich total herzlich empfingen, so dass ich mich gleich wie zuhause fühlte.


Zuvor traf ich mich auch noch mit einer Freundin zum Essen - man muss die Gelegenheit ja nutzen, wenn man schon einmal in der Nähe ist.


Endlich in Hamburg


Zwei Tage später stand ich tatsächlich am Ostseestrand und musste mich selbst ein bisschen kneifen. Dieses Gefühl nun tatsächlich wieder das Meer zu sehen, nachdem ich den letzten Blick auf das Mittelmeer in Genua hatte, war unbeschreiblich. Zum Baden war es mir jedoch eindeutig zu kalt, auch weil abends die Sonne schon weg war und der kalte Wind einem schnell jegliche Wärme entzog.


Scharbeutz an der Ostsee


Ab Hamburg hatte ich die ursprüngliche Route des E1 wieder etwas abgewandelt, da dieser für meinen Geschmack etwas zu viele Schleifen in falsche Richtungen hatte. Ein paar feste Punkte, wie Lübeck, Kiel und Eckernförde ließ ich jedoch nicht aus.


Besonders letzterer Ort ließ richtig Urlaubsfeeling aufkommen, während ich in der Mittagspause im Städtchen auf einer Bank in der Sonne saß und ein Straßenmusikant melancholische Seemannslieder spielte.


Am selbigen Morgen war auch die Sonne so schnell da, dass ich es mir nicht nehmen ließ, eine ausgiebige Pause zu machen und in der Ostsee zu baden - was allerdings recht kurz ausfiel, da das Wasser eiskalt war. Erfrischend war es dennoch!


Einige Kilometer vor Eckernförde


Tags darauf erreichte ich auch schon Flensburg. Dort machte ich meine letzten Erledigungen und kaufte noch ein wenig Essen für die ersten Tage in Dänemark. Anschließend fand ich mein Nachtlager in einem Garten bei einem Herrn nicht weit vom Stadtkern. Dort traf ich auch auf einen Fahrradfahrer, der ebenfalls eine Übernachtungsmöglichkeit gesucht hatte und wir verquatschen uns noch eine ganze Weile, bevor wir beide müde ins Zelt fielen und ich mich nun nach über 4.000 km auf den Grenzübergang und Dänemark freute.

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