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Der Gotthardpass - Kurztrip zurück in die Schweiz

  • Autorenbild: leonieschmittinger
    leonieschmittinger
  • 2. Aug. 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Anfang Juni legte ich für einen Urlaub mit Freunden eine Pause vom E1 ein, wobei es keine Wanderpause bedeutete, da wir ein paar Etappen des Moselsteigs liefen.

Die meisten Personen, denen ich das erzählte, tippten sich nur an den Kopf und fragten sich wahrscheinlich, ob ich auch jemals etwas anderes machte.

Aber egal, ich freute mich unendlich darauf, auch, weil es ein völlig anderes Wandererlebnis ist als alleine und die Etappen deutlich kürzer waren.


Anschließend befand ich mich dann sowieso schon im Südschwarzwald und beschloss daher, nun einen Abstecher in die Schweiz zu machen, um den verpassten Teil um den Gotthard nachzuholen, da dieser wegen Schnee zuvor noch nicht begehbar gewesen war.

So machte ich mich also auf nach Biasca, bis wohin ich gekommen war und kam mittags nach einigen Stunden Zugfahrt an.

Nach knapp zwanzig Kilometern beendete ich die Etappe für den ersten Tag und schlug mein Zelt an einem verlassenen Gasthaus auf, gerade noch rechtzeitig bevor ein Gewitter aufzog und einmal kurz und heftig tobte. Kurze Zeit später ließ es sich aber gut bei Nieselregen schlafen.

Aussicht an Tag 1 zurück in den Bergen


Am darauffolgenden Morgen ging es dann bei bewölktem Himmel weiter in Richtung Airolo, welches ich mittags erreichte. Trotz ausbleibendem Regen wurde ich durch das hohe und feuchte Gras bis zur Hüfte so nass, dass ich meine Socken auswringen konnte und das Wasser halb im Schuh stand...


In Airolo kam dann jedoch die Sonne heraus und innerhalb kürzester Zeit wurde es sehr heiß.

Der Aufstieg war zwar recht anstrengend, aber auch wunderschön. Vor allem der Wanderweg nebst der alten Passstraße gefiel mir besonders gut. Der Gipfel war stets in Nebel gehüllt und ich sah nie, wie weit es eigentlich noch war. Schließlich war ich so weit aufgestiegen, dass mich der Nebel umgab, die Sicht sehr eingeschränkt wurde und es zu Regnen begann. Kurz danach erreichte ich jedoch die Passhöhe und stellte mich für ein paar Minuten unter, bis der Regen wieder vorbei war.

Schnell ließ ich also die Menschen auf der Passhöhe wieder hinter mir und machte mich an den Abstieg. Meine Beine trugen mich doch tatsächlich noch bis Andermatt und nach etwa 51 Kilometern und 2.270 Höhenmetern kam ich im strömenden Regen eine Viertelstunde vor Schließung auf dem Campingplatz an.

Nebeldecke am Gotthardpass


Tags darauf scheinte wieder die Sonne und ich packte gemütlich meinen Rucksack und schlenderte dann Richtung Göschenen. Da ich den Zug schon gebucht und noch viel Zeit hatte, nutzte ich jede Fotogelegenheit und genoss die Sonne und die Aussicht in vollen Zügen.

Blick zurück beim Abstieg nach Göschenen


Nach den drei Tagen ging es dann ganz spontan noch einmal zu meiner Familie, bevor ich dann mit einem kurzen Zwischenstopp wieder nach Detmold aufbrach, um nun weiter nach Norden zu gehen.

2 Kommentare


leonieschmittinger
leonieschmittinger
03. Aug. 2023

Jaaaa ♥️♥️

Und komme auch gerne wieder!! War super schön und viel zu kurz!

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Felicitas Schmittinger
Felicitas Schmittinger
02. Aug. 2023

Im nächsten Teil bist du dann bei mir in Berlin<3

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© 2024 Leonie Schmittinger

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