top of page

Vom Bodensee in die Heimat - den Schwarzwald

  • Autorenbild: leonieschmittinger
    leonieschmittinger
  • 2. Juli 2023
  • 2 Min. Lesezeit

Nun war ich also nach fast drei Monaten am Bodensee angekommen und meine Heimat plötzlich so unfassbar nah.


In nur wenigen Tagen würde ich zuhause bei meinen Eltern sein, nachdem ich etwa 2.500 km zu Fuß zurückgelegt hatte.

Die Vorfreude war so groß, dass ich die Strecke von Konstanz bis zum Feldberg in vier Tagen lief.


Am Bodensee entlang ging es Richtung Westen und nach sehr vielen Regentagen in der Schweiz, hielt sich dieser in den ersten Tagen in Deutschland noch etwas zurück und ich hatte nur einen Tag, an dem es dann aber auch von morgens bis nachmittags regnete und mein Durchhaltevermögen auf die Probe gestellt wurde. An diesem Tag mussten sehr viele Schokoriegel herhalten…


Morgens im Nebel bei Nieselregen


Am Bodensee lernte ich Matthias kennen, der den Querweg von Freiburg an den Bodensee gelaufen war und auf seinem Heimweg noch ein paar Kilometer mit mir in die andere Richtung lief.


Er gab mir den Tipp, mein Zelt bei einem Grillplatz in der Nähe eines Pfadfinderhauses bei einer Burg aufzubauen und nachdem ich gefragt hatte und gerade dabei war, mein Zelt aufzustellen, kam der Verwalter wieder heraus und sagte, dass das ganze Haus ja leer wäre und ich gerne auch drinnen schlafen könne. So zog ich nach drinnen in einen ganzen Schlafsaal und verbrachte mit dem Verwalter einen sehr lustigen Abend bei Tee in der Küche.


Sonnenaufgang bei Blumberg im Schwarzwald


Auf dem Querweg ging es Richtung Schluchsee, durch die Wutachschlucht und spätestens dort befand ich mich auf bekanntem Terrain. Eigentlich wollte ich am Vortag des Feldbergs nur bis Lenzkirch gehen, war dann aber so voller Vorfreude und Energie, dass ich noch bis Schluchsee lief und dort die letzte Nacht auf dem Campingplatz verbrachte, bevor es dann am nächsten Morgen auf den Feldberg hinauf ging. Es war ein wunderbares Gefühl, diesen Meilenstein erreicht zu haben.


Nach einer kurzen Picknickpause auf dem Gipfel stieg ich wieder ab nach Feldberg Ort. Dort wollten meine Eltern mich abholen, was aber leider nicht ganz nach Plan verlief, da eine Zufahrtsstraße gesperrt war und ich ihnen dann noch ein paar Kilometer entgegenlief. So schnell bin ich wahrscheinlich noch nie gelaufen.


Blick vom Feldberg auf den Feldsee


So schön das Wiedersehen war, so schnell falle ich auch jedes Mal wieder in einen Faulenzer-Modus. Daher war es gut, nach ein paar Tagen dann auch wieder weiterzuziehen und wie der Zufall es wollte, bin ich dann nach nur zwei Tagen wandern zu meiner besten Freundin gefahren, um bei einem Konzert ihrer Band dabei zu sein.


Vom Feldberg aus führte mich meine Route nun nach Norden durch den Schwarzwald, dem Westweg nach Pforzheim folgend. Bis nach Titisee begleitete mich sogar ganz spontan meine Mama und wir hatten einen wunderschönen Tag bei perfektem Wetter – was ich in der darauffolgenden Zeit, ähnlich wie zuvor, eher nicht mehr hatte. Zumindest keine ganzen Tage ohne Regen…

2 Kommentare


Felicitas Schmittinger
Felicitas Schmittinger
03. Juli 2023

Bin soo stolz auf dich<3

Gefällt mir
leonieschmittinger
leonieschmittinger
03. Juli 2023
Antwort an

♥️♥️♥️

Gefällt mir

© 2024 Leonie Schmittinger

bottom of page