Dänemark - Zu Fuß von Kruså nach Frederikshavn
- leonieschmittinger

- 9. Aug. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Von Flensburg aus ging es mit einem letzten Schlenker an der Ostsee vorbei an die dänische Grenze, wobei ich mir eine ausgiebige Pause am Strand morgens bei Sonnenschein nicht nehmen ließ.
Grenzübergangstage sind immer etwas Besonderes und lassen das Herz ein wenig höher schlagen. Nun hatte ich also das dritte Land vollständig durchquert!
Nach ein paar Fotos am alten Grenzübergang war ich nun in Dänemark und die Menschen, die noch mit "Moin" grüßten, waren schon nach kurzer Zeit hinter mir.

An der dänischen Grenze
Der erste Tag war recht heiß und so kam mir eine Erfrischung bei einer Tankstelle am Nachmittag genau zur richtigen Zeit unter, da ich an diesem Tag noch keinen Supermarkt kreuzte.
Schon ab dem zweiten Tag wurde mir das dänische Wetter zuteil: Manchmal war es heiß, dann wieder ein kalter Wind, zwischendrin Regen und manchmal alles gleichzeitig.

Das dänische Wetter in einem Bild
Ich erfreute mich an der Tatsache, dass fast alle Friedhöfe dort Trinkwasser und Toiletten haben und genoss die vielen Shelter für Wanderer und Radfahrer, die überall im Land zu finden sind. Einmal hatte ich sogar eine Dusche!
Der E1 führte zunächst über Rødekro, Vojens und Vejen Richtung Norden.
Ein ganzes Stück vor Nørre Snede traf ich dann an einem Supermarkt, der mich mit Milchschnitten versorgte, auf einen Dänen, der ebenfalls am Wandern in Richtung Norden war und so gingen wir den Rest diesen Tages und den darauffolgenden Tag zusammen weiter.
Am Abend darauf trennten sich unsere Wege dann also wieder und ich suchte den Campingplatz in Silkeborg auf. Schon eine ganze Weile zuvor hatte ich entschieden den skandinavischen Teil über Schweden, Norwegen und Finnland nicht nach Norden, sondern nach Süden zu laufen, um keinen Zeitdruck zu bekommen, da die Wege im hohen Norden nur bis etwa Mitte September begehbar sind.
Da es sich für mich anbot, mit der Fähre nach Oslo zu fahren und von dort aus nach Alta in Norwegen zu fliegen, lief ich also nicht auf dem E1 nach Grenaa, sondern über andere Fahrrad- und Wanderwege nach Frederikshavn.
Um nicht in Zeitdruck zu geraten, zögerte ich die Buchung von Fähre und Flug ziemlich lange heraus, bis ich dann schließlich in Silkeborg auf dem Campingplatz alles Organisatorische erledigte, da ich von dort aus ganz gut absehen konnte, wie lange ich noch bis nach Frederikshavn benötigen würde.
Der schönste Abschnitt war vermutlich der vorletzte Tag, an dem ich schließlich wieder ans Meer kam und ein ganzes Stück durch die Dünen und am Strand entlang lief. Obwohl es immer wieder nieselte und teilweise ein starker Wind ging, war ich einfach überglücklich am Meer zu sein und die Farben und Gerüche einzusaugen. Und zwischendurch ließ sich auch der blaue Himmel und die Sonne blicken.
Ein wenig hatte ich die Berge vermisst, aber davon sollte ich später noch einige bekommen.

Durch die Dünen nach Sæby
So gelangte ich nach knapp elf Tagen nach Frederikshavn und machte dort noch die letzten Besorgungen für meine erste Etappe am Nordkap, bevor ich mich am Hafen einfand, um mit der Fähre über Nacht nach Oslo überzusetzen.



Kommentare